Von Gersau aus auf die Rigi mit dem Mountainbike. Lassen Sie sich von diesem kurzen Video inspirieren. Unser Hotel ist der ideale Ausgangspunkt für Touren mit dem Bike.
Geniessen Sie noch die schönen Herbsttage mit einem Ausflug auf die Rigi.
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Martin Horat ist ein echter Schweizer Wetterprophet aus dem Muotathal, kein Schauspieler. Er hat für uns den kommenden Winter vorausgesagt. Den Schnee und die Sonne kannst du hier buchen
Gersau–Rigi Scheidegg
Eine eindrückliche und aussichtsreiche Tour von der «altfryen Republik» Gersau am See hinauf über Alpweiden mit den typischen Rigirollen auf die Rigi Scheidegg mit schöner Rundsicht in die Alpen und ins Mittelland.
Der Rigi Scheidegg Weg führt vom See zur Seidenfabrik. Eine geologische Informationstafel und die Wasserfassung für die Stromgewinnung der Seidenfabrik sind sehr eindrücklich. Weiter geht es hinauf zu den Bergheimeten. Ganzjährig werden sie bewohnt und bewirtschaftet. Durch den Schlätterwald führt der Weg zum Gätterli mit dem urchigen Gasthaus. Von dort führt ein Bergweg zum Aussichtsgipfel Hochlfue oder hinunter zum Lauerzersee und Goldau. Wir nehmen den Wanderweg über die Alp Chellensack zum Höcheli hinauf und wandern durch die Gersauer Alp mit den saftigen Wiesen und den typischen Rigirollen. Dem Bergkamm geniessen wir ein eindrückliche Rundsicht. Der Scheidegg Weg führt uns zum Gasthaus Burggeist und weiter zu unserem Ziel, dem Aussichtsberg Rigi Scheidegg.
Gut zu Wissen
Nach Schueholz kann man den Scheidegg Weg verlassen und eine einfachere Variante via Gschwänd zur Seilbahnstation „Burggeist“ wählen. (Gratis Ticket ist in unserer Wanderwoche bereits enthalten)
Historisches: 1874 -1931 Dampfzug Rigi-Scheidegg-Bahn. Das alte Trassee von Rigi Scheidegg nach Kaltbad ist heute ein wunderbarer, sehr angenehmer Panorama-Wanderweg.
Herz der Urschweiz
Wie der Freistaat Gersau, ein Kleinod am Vierwaldstättersee, unterging. Eine 1.-August-Geschichte.
Gersau, und nicht die wie nie zuvor von der Classe politique vereinnahmte Rütliwiese, Gersau viel eher ist das überlieferte, das lebende Herz der Urschweiz. Das Dorf am Vierwaldstättersee grenzt, sozusagen als geografischer Mittelpunkt, rundum an die Kantone Uri, Unterwalden, Luzern und Schwyz, zu dem es heute gehört. Das Rütli ist ein hochgeschaukelter folkloristischer Mythos, ein sagenhafter Ort, der vor allem durch Friedrich Schillers «Wilhelm Tell» seine historische Weihe und den Wallfahrtsstatus erhielt. Gersau jedoch, kaum 5 Kilometer Luftlinie entfernt, blickt auf eine authentische Geschichte der Selbstbehauptung zurück: Während Jahrhunderten war Gersau «altfrye Republik», der kleinste Freistaat der Welt auf 24 Quadratkilometer Fläche. Ein archetypischer Fall von Freiheitsliebe und auf Tradition gebauter Unabhängigkeit, eine kleine Schweiz innerhalb der Eidgenossenschaft und zuletzt doch gefressen vom übermächtigen Nachbarn Schwyz.
Von der Schweizer Geschichte verdrängt
Der schicksalhafte Tag für Gersau war der 22. Juli des Jahres 1817. Es war, genau, am Vormittag, als in Bern die Eidgenössische Tagsatzung den Anschluss von Gersau an den Kanton Schwyz beschloss. Um diesen schwarzen Tag ranken sich in Gersau bis heute nicht verstummte Legenden, Ressentiments, Verschwörungstheorien.
Sie drehen sich hauptsächlich um die eine Frage: Weshalb war das Traktandum Gersau um einen Tag auf jenen Vormittag des 22. Juli vorverschoben worden? Als die vier Abgesandten aus Gersau am Nachmittag des 22. Juli zu Pferd in Bern eintrafen, suchten sie, wie der Gersauer Lokalhistoriker Josef Maria Mathä Camenzind (1816–1883) in seiner dreibändigen Geschichte von Gersau berichtet, sogleich um eine Visite bei Schultheiss Rüttimann nach, doch schon dessen Bedienter Stalder habe ihnen den traurigen Bericht erstattet, heute in der Vormittagssitzung sei über Gersau abgesprochen worden. Der Schultheiss habe ihnen betroffen diesen Hergang der Sache mit teilnehmendem Herzen erklärt. Die Landschaft und der Flecken Gersau waren mit dreizehneinhalb von zweiundzwanzig Standesstimmen mit dem Kanton Schwyz vereinigt worden. Nur seine Schirmkantone Luzern, Uri und Unterwalden, ferner Freiburg, Zug und Appenzell Ausserrhoden wollten Gersau einen Aufschub und neue Verhandlungen einräumen.
Gersau, so die Überlieferung, war hereingelegt worden. Ein Historiker, der ehemalige Zuger Archivar und Stadtschreiber Albert Müller, bedauert: «Gersau ist in der Schweizer Geschichte verdrängt worden. Ich kenne Gersau, weil ich hier aufgewachsen bin, aber ich habe weder im Kollegium noch an der Universität vom Schicksal Gersaus gehört. Es wird als zugewandter Ort der Alten Eidgenossenschaft erwähnt, wie Engelberg, wie Biel, wie Rottweil oder wie Strassburg. Manchmal frage ich mich, was aus Gersau geworden wäre, wenn es immer noch Freistaat wäre. Ein zubetoniertes Steuerparadies wie Monaco?»
Der Landammann Josef M.A. Kamenzind und der Statthalter Johann Kaspar Kamenzind und zwei Begleiter waren damals mit dem Nauen nach Luzern gerudert worden und dann durch das Entlebuch und das Emmental nach Bern geritten. Hatten sie vielleicht unterwegs in einer Wirtschaft gezecht, waren sie verkatert zu spät nach Bern gekommen? Hatten verkappte Schwyzer sie unterwegs in die Trinkfalle gelockt, wie manchmal an Gersauer Stammtischen erzählt wird? Sie erhielten jedenfalls keine Gelegenheit mehr, der Tagsatzung die Argumente für ihr freistaatliches Existenzrecht vorzutragen, die sie in einem in Schwyz, in der Höhle des Löwen bei B.J. Blunschi in Schwyz gedruckten «Memoriale» gebündelt hatten (die Schwyzer konnten sich also in aller Ruhe ihre Strategie zurechtlegen). Das Papier schloss mit einem verzweifelten Appell (Originaltext): «Heut zu Tage noch zählen monarchische Staaten Republiken in ihrem Schoosse: Rom hat sein St.Marino, Deutschland hat seine Hansestädte, sogar der unchristliche Sultan von Stambol hat sein christliches Ragusa – und die erhabene Eidgenossenschaft und die Republik der XXII. löblichen Kantone soll das kleine Gersau nicht neben ihr gedulden wollen?»
Tatsächlich war der winzige Freistaat schon 1798 mit der Alten Eidgenossenschaft untergegangen, als Napoleon den Einheitsstaat schuf, doch auf die eigenen Rechte hatte Gersau nie verzichtet, sondern unfreiwillig in Kauf genommen, als Teil des Distrikts Schwyz dem neuen helvetischen Kanton Waldstätten anzugehören. Nach den Wirren der Helvetik vereinigte Napoleon Gersau in der Mediationsakte erneut mit Schwyz. Der Wiener Kongress bestärkte 1815 den Status quo, indem er die Kantone in ihren bestehenden Grenzen anerkannte, wie sie dann auch im Bundesvertrag von 1815 verankert wurden: mit Gersau als Unterbezirk von Schwyz.
Allerdings steckte in diesen Vereinbarungen ein Widerspruch. Tatsächlich hatten Napoleons Sturz und das Ende der Mediation die Gersauer, nach ihrer eigenen Interpretation, wieder ins Spiel gebracht. In jenem «Memoriale» zuhanden der Tagsatzung, die sich dann davon nicht überzeugen liess, heisst es im honigsüssen Public-Relations-Deutsch jener Tage: «…bis im Jahre 1813 der fremde Zwang aufgehoben, und dadurch die alten, wohlhergebrachten, bestbegründeten Rechte Gersau’s wieder geltend wurden. Gersau trat zufolge dessen wieder in seine alte, liebe, theure, ehrwürdige Verfassung zurück, und langte bey seinen hohen Bundes- und Schirmorten geziemend um die süsse Wiederanknüpfung der früher bestandenen Bundes- und Schirmverhältnisse ein. Brüderlich hold und geneigt anerkannten diese hohen Stände die Legitimität der Rekonstituierung von Gersau und sicherten dem kleinen Freystaat mit aller nur erwünschten Grossmuth und Freundschaft den altherkömmlichen Schutz und Bund zu. Der löbliche Stand Schwyz beeiferte sich, einer der ersten ein so schönes Beyspiel treuherziger Sinne und edler Liebe leuchten zu lassen. Gersau war nun wieder rechtlicher Freystaat.» Und Schwyz beliess es taktisch abwartend vorerst dabei.
Intrige des Kantons Schwyz
Der «Anschluss» von 1817 war aus Gersauer Sicht eine üble Intrige des Kantons Schwyz, das Ergebnis einer Schmutzkampagne von unwahren Behauptungen und Angaben, Entstellungen der Tatsachen durch Verschieben der Zeit und Umstände, wie der Gersauer Chronist Josef Maria Mathä Camenzind in heiligem Zorn schrieb. Überall grinst die Annexionslust und die Begierde nach Willkür und Gewaltherrschaft hervor. Mit einem Täuschungsmanöver hebelten die Schwyzer die Gersauer endgültig aus. Ihre Delegation bedrängte den Tagsatzungspräsidenten, den Berner Amtsschultheissen Rudolf von Wattenwyl, das Traktandum Gersau einen Tag vorzuziehen, vor dem Eintreffen der Abordnung aus Gersau. Als Scheinbegründung machten sie geltend, die Ausarbeitung der neuen Schwyzer Kantonsverfassung werde durch den Dauerstreit mit Gersau blockiert. Von Wattenwyl ging auf das fadenscheinige Manöver ein, das die Gersauer austrickste. In Wahrheit gab es zwar diese Verfassungskommission in Schwyz, aber sie hatte noch kein einziges Mal zusammengesessen.
Schutz des Deutschen Reichs
Der Lokalhistoriker Albert Müller: «Schwyz ging es damals nur um die Macht. Schwyz wollte schon immer den Kanton ausweiten, wie etwa im Alten Zürichkrieg.» (Als es um die Vorherrschaft über die Gebiete am Zürichsee und an der Linth ging, um die Beherrschung der Zugänge zu den Alpenpässen.) «Gersau war die letzte Gelegenheit, die Grenze auszuweiten und noch etwas am Vierwaldstättersee zu bekommen. Vitznau und Weggis waren früh an Luzern gegangen, das hat Gersau wahrscheinlich gewarnt.»
Ihr politisches Meisterstück lieferten die Gersauer im Jahre 1433: Als in Basel das Konzil tagte, sprachen sie beim deutschen Kaiser Sigismund vor und baten um Bestätigung ihrer Autonomie. In der Kaiserurkunde vom 31. Oktober wurden ihnen die alten «Freiheiten, Rechte, guten Gewohnheiten, Privilegien und Handfesten» bestätigt. Das Dokument unterstellte sie dem Schutz des Deutschen Reiches.
Gersau hatte seine eigene Gerichtsbarkeit, zum Tode verurteilte Männer wurden am Galgen gehängt, Frauen enthauptet, wie zuletzt 1642 die Gattenmörderin Veronika Müller, die ihren Mann Andreas Stüby mit «Mercuri» (Quecksilber) zu vergiften versuchte, ihn vom Boot in den See stiess und mit dem Ruder unter Wasser drückte.
Dies ist ein See der Geheimnisse und Sagen, und seine Wahrheiten bleiben im Wasser verborgen, das seine Tarnung innerhalb weniger Minuten wechselt von Silber zu Türkis zu Azur zu Mattengrün zu Nachtblau, je nachdem, welcher Berg sich vor die Sonne schiebt oder wenn sich die Kulisse zum Licht öffnet, während die «Republik Gersau» über die Wellen schaukelt. Mit einigen Dutzend Frauen und Männern an Bord, in schöner republikanischer Eintracht, gegenwärtige und gewesene lokale Amtsträger, die fast alle Camenzind heissen oder Küttel oder Nigg oder Baggenstos und sorglos heiter gestimmt sind, obwohl auf dem Vierwaldstättersee der Westwind los ist und die Salatblätter aufwirbelt von den Tellern der Abendgesellschaft auf dem Nauen, einem im Jahr 1908 gebauten Ledischiff mit 110 Tonnen Tragkraft, der einst Kies, Holz, Vieh und Getreide transportierte und jetzt als Ausflugsboot dient.
Der Lastkahn zieht vorbei an einem Weiler, der Rotschuo heisst, und der «Kindlikapelle», die an den schwimmenden roten Schuh eines toten Knaben erinnert, den sein Vagantenvater ertrinken liess, durchfährt die Seeenge zwischen Ober Nas und Unter Nas, das Licht wird gleissend hell, als sich die Buchten von Weggis und Vitznau aufschliessen und die Belle-Epoque-Zauberschlossfassade des Vitznauer «Park-Hotels» vor den bewaldeten Abhängen der Rigi auftaucht. Der Wind ist hart wie eine Wand und erinnert daran, wie es war, damals, als die Nauen noch gerudert wurden zum Markt in Luzern oder nach Flüelen, auf der wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsroute zwischen den Hansestädten und den Mittelmeerhäfen von Genua und Venedig, die auch Pilgerweg war, von Einsiedeln nach Santiago de Compostela. Das Wasser gurgelt über der tiefsten Stelle, 214 Meter, draussen im Gersauer Becken, und auf dem Grund dämmern die 3300 Tonnen Munition, die zwischen 1918 und 1967 von den Schweizer Fabriken als toxische Zeitbomben im See versenkt wurden.
Man heisst Camenzind
Es braucht nun die zupackenden Hände von Brigitte Camenzind, der 54-jährigen Frau Bezirksammann von Gersau, Tochter aus der Wirtsfamilie Baggenstos im «Tübli», die auch in diesem unangemeldeten Weststurm sicher serviert und einschenkt. Hinter der dunklen Schulter des Bürgenstocks, vor Ennetbürgen und Buochs, fällt der Wind in sich zusammen. Jede Siedlung am See hat ein anderes Mikroklima. Der Nauen dümpelt nach zweieinhalb Stunden wieder an die Anlegestelle von Gersau an der Südflanke der Rigi mit Gersauerstock und Rigi-Hochfluh, die den Ort zu 180 Grad abschirmen.
Brigitte Camenzind sagt, Gersau sei ein schöner Ort zum Leben, mit hoher Wohnqualität, auch mit guter Verkehrsanbindung, eine Stunde nach Zürich, zum Flughafen. Sie war zuerst zehn Jahre Bezirksrätin, nun ist sie im zweiten Jahr die Frau Bezirksammann, freisinnig, aber die grösste Partei sind die Parteilosen, sagt sie, drei Mitglieder im siebenköpfigen Bezirksrat (Gersau ist Bezirk und Gemeinde zugleich), zwei Freisinnige und zwei von der CVP. Nebenbei arbeitet sie, als Familienmutter, in einem 40-Prozent-Pensum im Sekretariat des Altersheims. Ihre Boutique im Elternhaus, gleich neben dem «Tübli» und dem Rathaus, im Zentrum Gersaus, hat sie vor einem Jahr aufgeben müssen. Es gab früher vier Bäckereien am Ort, jetzt noch eine. Die Einwohnerzahl stagniert seit Jahren bei 2000. «Wir wollen wachsen, und das Wohnen ist unsere Chance», sagt sie. «Wir haben immerhin vierhundert Arbeitsplätze, sogar die Seidenindustrie hat überlebt. In der Blütezeit im 19. Jahrhundert liefen in Gersau drei Seidenfabriken, manchmal in Tag- und Nachtschicht.»
Die klassizistischen Villen der Seidenherren prägen die Seefront. Am 26. Juli 1984 zog die Apokalypse über Gersau auf, ein fürchterliches Unwetter, der Dorfbach überschwemmte den mittleren Teil des Dorfes mit Geröll und Schlamm. Gersau nutzte die Chance des Wiederaufbaus mit einer einladenden neuen Seepromenade. Damals, als Königin Wilhelmina der Niederlande hier logierte, als Johannes Brahms heimlich Clara Schumann traf, war das verträumte Gersau das perfekte Versteck der höheren Stände, während von Vitznau in der romantischen Frühphase des Alpentourismus die ersten Massen zu Sonnenauf- und -untergang auf die Rigi hochfuhren. Mark Twain war so berauscht, dass er die beiden verwechselte.
In Strömen nach Gersau kamen die Menschen nur zur Fekker-Chilbi. Fekker sind Fahrende, Jenische, Zigeuner, die in der alten Republik nur in den drei Tagen nach Auffahrt Gastrecht genossen, sie wurden bewirtet, stellten ihre Marktstände auf, machten Tanzmusik. Eine Gruppe um den «Trauben»-Wirt Rainer Camenzind hat den fast vergessenen Brauch 1983 wiederbelebt, und die Radgenossenschaft der Landstrasse, die Interessengemeinschaft der Fahrenden, war begeistert dabei, auch weil sie hoffte, ihr Anliegen für einen Standplatz im Kanton Schwyz voranzubringen. Im Jahr darauf kam Hänsche Weiss, der grosse Zigeuner-Gitarrist, der zuerst an drei Grenzorten abgewiesen worden war, Zürcher Musiker wie Mario Feurer und Rico Anselmi spielten auf, Pfarrer Sieber predigte, und sogar Bundesrat Alphons Egli gab sich die Ehre. Aber nach sieben Jahren erlosch die Begeisterung, und die Fekker haben bis heute im Kanton Schwyz keinen Standplatz.
Unterschwellig lebt auch der Freiheitswille der altfryen Republik weiter, und es braucht nur einen Funken, wie 1983, als der Schwyzer Kantonsrat Gersau einen der beiden garantierten Kantonsratssitze strich (ursprünglich, nach 1817, verankerte die Verfassung sogar sechs Sitze), und Gersau beginnt zu lodern. Ein Bürgerausschuss sammelte an einem Tag 150 Unterschriften und wandte sich an die ehemaligen Schutzkantone Uri, Luzern und Nidwalden. «Ein Dorf probt den Aufstand», verkündete das Blick-Plakat, «und zwei Drittel der Bevölkerung standen hinter uns», sagt Oscar B. Camenzind, einer der damaligen Initianten. Das Feuer erlosch.
Vielleicht ritt auch Oscar Camenzind, den Rad-Weltmeister von 1998, dieser alte Widerstandsgeist, als er auf den Kehren des Klausenpasses dem Dopingarzt davonfuhr, der ihn im Auto verfolgte und schliesslich in einer Alphütte stellte. Der berühmteste aller Camenzinds wurde gesperrt und trat zurück. Er arbeitet jetzt bei der Post.
Das Historische Museum im Alten Rathaus von Gersau bietet einen ausgezeichneten Überblick über die Geschichte der Republik. Geöffnet Dienstag und Samstag von 15 bis 17 Uhr. Weitere Informationen bietet die Broschüre «Mein Dorf am See», herausgegeben vom Bezirk Gersau.
Der Bürgenstock. Er ist mehr als ein Berg. Er ist ein Mythos. Zu diesem Ruf beigetragen hat auch der zwischen 1900 und 1905 erbaute Felsenweg. Dieser sowie der spektakuläre Hammetschwand-Lift führen auf die Hammetschwand, dem höchsten Punkt der Stadt Luzern.
Vom Bürgenstock herkommend gelangt man über den imposanten Felsenweg mit überwältigenden Tiefblicken auf den Vierwaldstättersee, zum schnellsten Lift Europas. Durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit herrlicher Fernsicht, durch Wald, vorbei an Wiesen und Blumen, führt der gut markierte Weg zurück an den Ausgangspunkt der Rundwanderung, den Bürgenstock.
Der Hammetschwand Panoramalift ist nur etwas für Schwindelfreie. Die Sicht auf die steil abfallenden Felsen hinunter in den See ist jedoch sehr imposant und atemberaubend. In knapp einer Minute führt der höchst gelegene freistehende Aussenlift Europas auf die beeindruckende Aussichtsterrasse des Bürgenstocks. Der 152,8 m hohe Lift ist eine der tollkühnsten touristischen Anlagen der «Belle Époque».
Schon die Anreise von Gersau aus ist ein Erlebnis. Mit dem Dampfschiff entlang der Riviera bis nach Kehrsiten und dann mit der Standseilbahn zum Lift.
Folgen Sie den gelben Wegweiser-Tafeln mit der Aufschrift «Felsenweg».